Titten-Streamer auf Twitch

Gott und die Welt regt sich über die „berüchtigten“ Titten-Streamer auf, die auf Twitch mit dickem Dekoltee, Push-Up – oder ganz einfach „Cleavage“ und schlechtem bis garnicht vorhandenem Gameplay ganz leicht das große Geld machen und der Plattform schaden sollen.

Aber ist das wirklich so?

Warum gibt es sie überhaupt? Schaden diese Streamer wirklich irgendjemandem? Und ist das Streamen und ein paar Möpse in die Cam halten wirklich ein Garant für ein leichtes, gutes Einkommen?

Aber erstmal zurück zum Anfang – zur Frage:

Was sind „Titten-Streamer“?

Allgemeinhin wird jeder Frau als „Titten-Streamer“, „Twitch-Whore“ oder ähnliches betitelt, die ein bisschen Oberweite hat und diese nicht gerade im Stream versteckt, geschweigedenn „aufreizend“ einsetzt.

Das Vorurteil besagt, dass diese Frauen meistens in der „IRL“-Sektion von Twitch abhängen oder entweder ein aktuell beliebtes Spiel spielen (oder dies vorgeben) oder einen Titel, der nur sehr wenig Aufmerksamkeit und „Skill“ benötigt, wie etwa Hearthstone.

Damit zählt für einige also jede Frau die sich „weiblich“ kleidet und/oder nicht versteckt was sie hat, jede Cosplayerin und ähnliches zur Kategorie „Twitch-Whores“ oder „Titten-Streamer“.

Soviel zur „Definition“ der „Problematik“.

Twitch Haloxo
Der DnD-Charakterbuild steht hier bei Haloxo natürlich im Mittelpunkt…! 😉

Warum gibt es „Titten-Streamer“?

Die Frage ist schnell und simpel beantwortet – und die Antwort wird einigen nicht gefallen, gar sauer aufstoßen: Weil die Leute (hauptsächlich Männer) so etwas gerne sehen – und weil ein nettes paar Boobies einfach nett anzuschauen sind.

Und wofür das ganze? Natürlich – in der Hoffnung auf das „große Geld“, was sich leicht verdient.

Es gilt eben immer noch „Sex sells“ – und ich würde diese Mädels sogar einfach nur als clever und opportunistisch bezeichnen.

Wir sind „Schuld“ daran, dass es „Titten-Streamer“ gibt – und daran, dass Sie Erfolg haben!

Diese Mädels bedienen einen Markt, für den es eine Nachfrage gibt. Würde keiner zuschauen, würde keiner ein paar Euros in ihre Richtung schmeißen und sie damit in dem was sie tun bestätigen, gäbe es sie garnicht.

Ist das eine Art von Prostitution? So könnte man es sehen. Ist es nicht weit von einem Camgirl entfernt? Könnte man ebenfalls so sehen.

Schaden diese Streamer irgendjemandem?

Die kurze und harte Antwort ist: Nein, das tun sie nicht.
Es steht jedem Nutzer auf Twitch frei, anzuschauen, was er möchte. Diese Mädels nehmen weder einem Summit1g, noch einem LIRIK oder DrDisRespect (sniff…) die Zuschauer weg.

Sie bieten lediglich eine andere Art von Unterhaltung oder „Content“ an, für den es eben einen Markt gibt.

Aus unternehmerischer Sicht sind sie sogar förderlich für Plattformen wie Twitch, weil sie – genau wie jeder andere Streamer – eine weitere Bandbreite für Twitch ermöglichen und weitere Nutzer anziehen.

Man könnte sich jetzt darüber streiten ob sie dem „Image“ der Plattformen schaden – aber wenn ich mir den Chat eines Reynad, Kripparian oder LIRIK anschaue, ist das Niveau der Twitch-Community eh schon so weit gesunken, dass die paar Möpse den Kohl jetzt auch nicht mehr fett machen. 😉

Fun Fact:
Selbst als ich gezielt nach diesen Streamern gesucht habe, hat es teilweise wirklich gedauert, bis ich einen der „typischen Vertreter“ gefunden hatte.
Also doch alles nur künstlich aufgebauscht?

Möpse in die Cam, bisschen quatschen und fett Cash?

Naja, ganz so einfach ist es dann wohl nicht. Ein Punkt den man immer wieder hört, ist dass es wesentlich leichter ist Zuschauer zu bekommen, als diese auch zu halten und zum wiederkommen zu bewegen.
Entweder man spielt gut – oder man hat eine Persönlichkeit, die die Leute bei der Stange hält – oder beides. 😉

Wenn also viele Leute ein- oder zweimal auf ein Thumbnail einer „Titten-Streamerin“ klicken, heißt das noch lange nicht, dass sie auch nochmal wiederkommen. Und erst recht nicht, dass sie den Mädels auch Donations dalassen.

Recherche-Ergebnisse

Ich habe einige der aktuellen Vertreter der Gattung „Titten-Streamer“ verfolgt (aus rein wissenschaftlichen und recherchetechnischen Zwecken versteht sich!) und habe mein Augenmerk auch auf die Zuschauer und den Chat gelegt.
Die meisten Jungs kommen wohl ein- oder zweimal vorbei, begucken sich die junge Dame und hoffen, dass sie für Donations noch mehr zeigt, einen sexy Tanz aufführt oder ähnliches.
Tut sie das nicht, sind die meisten schnell wieder weg.

Womit sich die Mädels ebenfalls rumschlagen müssen – ist ein Chat, den man wohl großteil nur als notgeil, ekelhaft und beleidigend bezeichnen kann. Da werden Rufe laut dass die Dame doch endlich die Möpse ganz auspacken soll, nach ihrer Handynummer oder wie sie es gerne besorgt bekommen würde.
Von den ganzen Beleidigungen als Schlampe, Hure oder ähnlichem mal abgesehen.

Und man kann mir ja viel erzählen – aber dass man das alles abschüttelt? Einige mögen das können, aber ich denke die meisten Menschen juckt so etwas früher oder später schon.

Twitch mag ja wegen dieser Geschichte bei manchen in der Kritik stehen – aber wenn die Richtlinien überschritten werden und es „zu wild“ wird, dann ist ganz schnell Ende.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die „Streaming-Karriere“ dieser Damen oft auf wenige Wochen bis Monate beschränkt – und wenn sie doch das dicke Fell und die Ausdauer haben, es durchzuziehen, gibt es auch noch die Twitch-Nutzungsbedingungen, an denen sie knapp vorbeischrammen.

Die Erfolgsquote – und die wenigen „Gewinner“

Wo man den Vergleich zur Erotik- und Porno-Industrie ziehen kann – das ist in der Erfolgsquote. Sowohl was Streamer generell – als auch was die „Titten-Streamer“ angeht. Nur wenige, sehr sehr wenige schaffen es erfolgreich zu werden.

Und ähnlich wie in der Porno-Industrie versuchen wohl viele nette hübsche Mädchen, die sich für die Sache nicht zu schade sind, ein bisschen leichtes Geld zu verdienen, indem sie sich vor die Cam setzen, ein bisschen Ausschnitt zeigen, mit den Hupen wackeln und blödes Zeug quatschen.

Aber im Endeffekt sind sie schnell wieder weg vom Fenster – und nur wenige schaffen es, wirklich „erfolgreich“ zu sein.

Einige „prominente“ Beispiele gibt es:
Kaceytron zum Beispiel – eine LoL-Streamerin, die eher durch ihre Mords-Oberweite und ihr freches Mundwerk als Reaktion auf den explodierenden Chat bekannte wurde, als durch ihr besonderrs gutes oder unterhaltendes Gameplay.

Ein anderes Beispiel wären ZombieUnicorn – die auch eher durch ein Mega-Dekoltee und ihre Anime-Haare auffällt – oder Legendary Lea, die eher durch die (ehemalige?) Beziehung zu Sodapoppin und schlüpfrige Ausrutscher bekannt ist, als durch hochqualitatives Hearthstone-Gameplay.

Und aufjede dieser erfolgreichen Frauen, kommen 10, 100 oder vielleicht sogar 1000 Mädels, die diesem Traum nachjagen oder meinen genauso „einfach“ erfolgreich sein und Geld verdienen zu können.

Kaceytron
Kaceytron – bekannt für ihr freches Mundwerk und ihre zwei „starken Argumente“.

Fazit

Nach alldem – wird es Zeit für ein Fazit. Ein Fazit für die Fragestellung, ob die „Titten-Streamer“ eine Problem sind. Ob man sie verbieten sollte – oder was man gegen sie „unternehmen“ soll und kann.

Und die Antwort ist simpel: Nein, sie sind kein Problem. Zumindest nicht für mich. Denn wenn ich keine Lust habe mir außerhalb von Pornhub Möpse anzuschauen – dann schalte ich die Streams einfach nicht an. Und schon gibt es kein Problem mehr. 😉

Und warum das dann alles? Warum die vielen Worte, wofür der Aufwand?

Ganz einfach:
Weil ich die endlose Debatte um die „bösen Titten-Streamer“ und ihr leichtes Geschäft leid bin.
Weil wir – ja WIR – am Erfolg, nein an der ganzen Existenz dieser Mädels schuld sind.

Genauso wie wir am Erfolg einer Katja Krasavice, eines ApoReds oder dem Erfolg des RTL-Nachmittagsprogrammes Schuld sind.

Warum regt sich Gott und die Welt über sie auf? Neid oder Missgunst? Unzufriedenheit? Weil es dem guten Ruf von Twitch schadet? (Der war übrigens gut! :P)

Diese Girls tun keinem weh, sie schaden niemandem und wer mit ihnen und ihren Streams nichts anfangen kann – der sollte einfach bei anderen Streams bleiben.
Mit der großen Heulerei und endlosen Diskussion erreicht man – wie so oft – garnichts.

Und wenn ihr ehrlich zu euch selbst seid:

Wenn ihr ein hübsches Girl mitte zwanzig mit dicken Hupen wärt und es von der technischen Seite hinkriegen würdet – würdet ihr es wahrscheinlich auch zumindest mal versuchen! 😉

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